aufgeschnappt

Vorbild und Vorurteil – Ein Buch räumt mit Vorurteilen und klischierten Rollenbildern im Sport auf

Vorbild und Vorurteil – Lesbische Spitzensportlerinnen erzählen

Von Corinne Rufli, Marianne Meier, Monika Hofmann, Seraina Degen, Jeannine Borer

Sind alle Fussballerinnen lesbisch? Natürlich nicht. Es ist nur eines von tausend Vorurteilen. Dass es lesbische Spitzenathletinnen in allen Sportarten gibt, erregt noch heute Aufmerksamkeit. Vielleicht, weil Sport ein solch emotionales Thema ist und viel Öffentlichkeit geniesst. Und weil klischierte Rollenbilder in unserer Gesellschaft nach wie vor stark verankert sind. Die fünf Autorinnen sind in der Sportwelt auf Spurensuche gegangen. Entstanden sind sehr persönliche Porträts von Frauen aus unterschiedlichen Disziplinen wie Handball, Fussball, Ski Alpin, Leichtathletik, Boxen, Tanz, Rad oder Judo. Alle 28 Porträtierten erbringen Höchstleistungen und haben nationale und internationale Wettkämpfe gewonnen. Sie stammen aus verschiedenen Generationen und erzählen offen über ihren Werdegang – und sie reflektieren, welche Rolle es spielte oder spielt, dass sie lesbisch sind. Wie war ihr Coming-out? Ist Homosexualität auch heute noch von Bedeutung, wenn es um Sponsorenverträge geht? Für ältere Ikonen im Schweizer Spitzensport ist der offene Umgang mit dem Thema Frauenliebe oft schwieriger, für viele jüngere Sportlerinnen ist er selbstverständlich. Doch auch das trifft nicht immer zu. Mehr Vorbilder, weniger Vorurteile – so könnte der Titel dieses Buches auch lauten.

29. April 2020

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