nachgefragt

Kompetenzen, die sich ergänzen

Die Stadt Biel baut im Bözingenfeld ein Sportzentrum. Zusammen mit BPM-Sports betreut die BBS Ingenieure AG das Projekt. Geschäftsleiter Marcel Brodtbeck gibt im Interview Einblicke in die Zusammenarbeit.

Das Projekt Sportzentrum Bözingenfeld läuft seit drei Jahren. Wie sieht die Rollenverteilung zwischen BPM Sports und den Ingenieuren von BBS aus?

Wir sind beide bauherrenseitig von der Stadt Biel als Bauherrin mandatiert, aber von unterschiedlichen Direktionen. BPM Sports vertritt im Auftrag der Direktion Bildung, Kultur und Sport die zukünftigen Nutzenden; wir von BBS haben die operative Projektleitung und agieren im Auftrag der Direktion Bau, Energie und Umwelt, welche die strategische Projektführung innehat.

Welche Kompetenzen bringt BBS in das Projekt mit ein?

In der Evaluationsphase waren wir massgeblich an der Erstellung des für die Wettbewerbsausschreibung notwendigen Dossiers beteiligt. Dieses hatte am Ende den Umfang eines Bundesordners, da hier die unterschiedlichsten Themenfelder und Spezialgebiete wie beispielsweise Gebäudetechnik-Aspekte oder Nutzerbedürfnisse einfliessen. In der nachgelagerten Projektierung-/Realisierungsphase ist insbesondere unsere Projektmanagement-Kompetenz gefragt. Dabei profitiert die Bauherrin natürlich besonders von unserer Dossier-Sicherheit aus der Evaluationsphase.

Das Projekt läuft sichtlich rund. Was waren bis dato die entscheidenden Erfolgsfaktoren?

Zentral ist eine klar definierte Rollen- und Aufgabenverteilung. Diese halten wir meistens in einem Projekthandbuch fest. Zudem ist eine respektvolle und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten essentiell. Beide genannten Aspekte funktionieren im Projekt Bözingenfeld vorbildlich.

Wie wichtig ist eine Strategie für die Beschaffung von Planungs- und Bauleistungen?

Ein Auftraggeber muss sich schon in einer sehr frühen Projektphase im Klaren darüber sein, was die konkreten Ziele sind. Entscheidender Bestandteil der entsprechenden Zielfindung ist die Strategie für die Beschaffung der Planungs- und Bauleistung. Dabei muss man berücksichtigen, dass es meistens mehrere Wege gibt und die bestmögliche Lösung immer in Absprache mit dem Auftraggeber zu evaluieren ist.

Wie wichtig ist ein Betriebskonzept?

Es ist ein sehr wichtiger Bestandteil, da hier auch Ziele definiert werden oder zumindest daraus abgeleitet werden können. Je klarer diese im Betriebskonzept formuliert sind, desto konkreter können Planende Lösungsansätze entwickeln. Das lässt sich einfach am Beispiel eines Restaurants illustrieren: Erst wenn ich weiss, ob ich ein Catering, eine Pizzeria oder ein Sushi-Lokal betreiben möchte, kann ich sagen, wie die Küche eingerichtet werden muss.

Dieses Beispiel macht also auch den Mehrwert sichtbar, der für einen Auftraggeber aus einer Zusammenarbeit mit dem Tandem BPM Sports/BBS Ingenieure resultiert?
Richtig. Wir bieten eine optimale gegenseitige Ergänzung – einerseits für die Nutzenden und die damit verbunden betrieblichen Aspekte andererseits für Komponenten, welche die Verfahrenstechnik und das Projektmanagement betreffen. Unter dem Strich können wir mit diesem Kooperationsmodell eine effiziente, lösungsorientierte und wirtschaftliche Projektabwicklung sicherstellen.

Marcel Brodtbeck,
Geschäftsleiter BBS Ingenieure AG

Über BBS

Die BBS Ingenieure AG aus Winterthur ist ein unabhängiges Ingenieur- Planungs- und Beratungsunternehmen. Das 1970 gegründete Unternehmen ist in verschiedenen Fachbereichen des Bauwesens tätig. Dazu gehören die Disziplinen Bauprojektmanagement, Gebäudetechnik, Tiefbau, Verkehr, Umwelt, Sicherheit und Risiko.

www.bbs-ing.ch

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