Wie weiter mit dem Hallenbad Bogn Sedrun?

Die Verantwortlichen der Gemeinde Tujetsch haben sich zum Ziel gesetzt, dass Wellness- und Erlebnisbad Bogn Sedrun zu erhalten und attraktiver zu gestalten. Die Anlage liegt im Dorfzentrum von Sedrun und umfasst ein vierstöckiges Gebäude mit Schwimmbad und Wellnessbereich mit den jeweils dazugehörenden Garderoben und einem Kassa- und Restaurationsbereich. Bereits heute lebt das Bad vorwiegend von Touristen, welche rund 85% der Eintritte ausmachen. Doch wie kann die Attraktivität des Bades gesteigert werden und welchen Einfluss hat dies auf die zukünftige Wirtschaftlichkeit des Bades?

Durch die Attraktivitätssteigerung der gesamten Region profitiert auch das Hallenbad

Die Verbindung der beiden Skigebiete Andermatt und Sedrun (Skiarena Andermatt-Sedrun) wie auch die Anbindung der Gemeinde Tujetsch an das Skigebiet Disentis bieten für das Wellness- und Erlebnisbad Bogn ein grosses Neukundenpotential. Vor allem im Winter aber auch im Sommer gelangen infolge der massiven Investitionen in die Bergbahninfrastruktur mehr Gäste nach Sedrun, sei es durch den Wintersport oder durch Sommer Outdoor Aktivitäten. Das Hallenbad bietet dabei aus Nutzersicht ein wichtiges komplementäres Sportangebot, welches gut mit anderen Sportaktivitäten kombinierbar ist, gerade auch bei schlechtem Wetter. 

Finanzieller Business Plan von drei Sanierungsvarianten

Für die Gemeinde Tujetsch durften wir in einem Businesscase die zukünftige Wirtschaftlichkeit von drei Sanierungs- und Erweiterungsvarianten berechnen und überprüfen. Dabei wurden sowohl die Chancen wie auch die Risiken, die jede Variante mit sich bringt, abgeschätzt und einkalkuliert. Die Haupteinnahmequellen des Bades sind die Erlöse aus Eintritten in den Wellnessbereich und ins Erlebnisbad. Die Berechnungen zeigten, dass durch eine Erweiterung des Schwimmbadbereichs, um ein Aussenbecken und verschiedenen neuen Attraktionen im Erlebnisbad zwar Verbesserungen im operativem Betriebsergebnis erreicht werden könnten, die Investitionskosten, insbesondere diejenigen in die Energieversorgung, aber stark ins Gewicht fallen und die zukünftige Betriebsrechnung (Abschreibungen und Zinsen) stark belasten würden. Da das Hallenbad Bogn Sedrun bereits heute über ein vielfältiges Angebot im Wellness- und Erlebnisbereich verfügt, macht es deshalb Sinn die bestehende Anlage zu sanieren und das bestehende Angebot wo nötig punktuell zu verbessern, um die Attraktivität der Anlage zu steigern und auf teure bauliche Erweiterungsmassnahmen zu verzichten. 

29. Mai. 2019

Guntelsey Thun - Ein anspruchsvoller Betrieb benötigt eine Überarbeitung

Die Schiesssportanlage Guntelsey wurde 1968/69 erbaut und gehört zum Katalog der Sportanlagen von nationaler Bedeutung. Die Schiessanlage Guntelsey ist die grösste Freiluft Schiessanlage der Schweiz und wird sowohl von der Armee für die Schiessausbildung als auch von den Thunern Schiessvereinen für das Sportschiessen genutzt. Die Anlage bietet die Möglichkeit auf den Distanzen 300m, 50m und 25m Trainings- und Wettkampfschiessen durchzuführen sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. 

Wie sieht die heutige Betriebsorganisation der Schiessanlage Guntelsey aus?

Die Betriebsorganisation rund um die Schiessanlage Guntelsey ist historisch gewachsen und geht zurück auf Verträge des 20. Jahrhunderts, in welchen die Eigentümersituation geregelt und Vereinbarungen zur Benützung der Schiessanlage getroffen wurden. Eigentümer der Anlage sind zum einen die Schweizerische Eidgenossenschaft und zum anderen die Einwohnergemeinde Thun. Auf operativer Ebene bildet eine Betriebskommission mit Vertretern aller Anspruchsgruppen das zentrale Gremium. Da sich bei den Eigentümerorganisationen in den letzten Jahren jedoch Veränderungen ergaben und sich die heutige Betriebsorganisation nach alten Verträgen gestaltet, galt es die aktuellen Strukturen und Betriebsabläufe zu durchleuchten und ein Betriebs- und Nutzungskonzept der Anlage zu erstellen.

Analysephase als zentrale Grundlage für die Erarbeitung des Betriebs- und Nutzungskonzept

In einer ersten Phase wurde einerseits eine umfassende Dokumentenanalyse und andererseits Interviews mit den Eigentümern, dem Betreiber, aber auch den Nutzern durchgeführt, um ein Gesamtbild zu erhalten wie sich der Betrieb und die Nutzung der Schiessanlage Guntelsey aktuell gestalten. In einem zweiten Schritt wurden die Ergebnisse der Dokumentenanalyse und der Interviews analysiert und es wurden Stärken und Schwächen der betrieblichen Abläufe identifiziert.

Betriebs- und Nutzungskonzept als Grundlage für die zukünftige strategische Ausrichtung

Von den Analyseergebnissen abgeleitet, wurde ein Entwurf Betriebs- und Nutzungskonzept Guntelsey erarbeitet. Dieser beinhaltet neben den gesetzlichen Vorgaben, welche im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Nutzung einer Schiessanlage gelten, auch die Nutzerstruktur und die aktuelle Betriebsorganisation. Weiter wurden die Belegungssituation und die Schussstatistiken der einzelnen Anlageteile inkl. Veranstaltungen dargestellt. Ergänzt wurde das Konzept mit einer abschliessenden SWOT- Analyse. 

Das Betriebs- und Nutzungskonzept soll den Verantwortlichen als Grundlage für die zukünftige strategische Ausrichtung der Schiessanlage Guntelsey dienen.

21. März. 2019

Wie aus einer Eisbahn und einem Freibad ein ganzer Sportpark wurde

Wie aus einer Eisbahn und einem Freibad ein ganzer Sportpark wurde.

«Als ich als Badmeister angefangen habe, hiess es: ‹Wir machen nichts mehr an den Anlagen, die Badi wird ja bald saniert.›. Es hat dann halt nur noch 34 Jahre gedauert», schmunzelte der Ex-Bademeister Jakob Schrämmli. Nach jahrzehntelangen Diskussionen zur Badisanierung hatte die FDP 2008 mit ihrer Motion ‹Jetz isch d'Badi dra!› die Initialzündung für das heute nun realisierte Projekt im Aargauischen Wohlen gegeben.

Es war im Frühsommer 2013, als Matthias Jauslin, heute pointierter Nationalrat für seinen Kanton, als Vizeamman und als Vorstandsmitglied der Eisbahngenossenschaft uns BPM Sports zu einem ersten Gespräch einlud und das Projekt vorstellte. Im Oktober 2013 erhielt BPM Sports dann tatsächlich den Auftrag, das betriebliche Konzept und damit die Grundlage des heutigen Sportparks zu erarbeiten. Eine intensive Herzensangelegenheit

Aus zwei unabhängigen Sportanlagen wurde ein Sportpark mit verschiedenen Anlagenbereichen

Die Eisbahn Wohlen war aufgrund des Alters dringend sanierungsbedürftig. Gleichzeitig musste das denkmalgeschützte Freibad saniert werden. Ein Architekturwettbewerb erkor zwar ein Siegerprojekt, die Kosten lagen aber über dem für die damalige Stimmung in der Politik Machbaren. Es galt also betriebliche wie bauliche Synergien dieser beiden Anlagen zu evaluieren und zu erschliessen. Synergien, an die bis dahin niemand glaubte realisieren zu können. In vielen Arbeitssitzungen gelang es, ein kompaktes Projekt aufzusetzen. Mit dem Verzicht auf eine klimatisierte Eishalle und mit der Doppelnutzung der Kassa, Garderoben und Restaurant für beide Anlagenteile wurde der Kern des späteren Sportpark Bünzmatt – schlussendlich des Schüwo-Park gebildet.

Politische Überzeugungsarbeit

Das Konzept lag vor, die Kostenschätzung des Büro Phalt Architekten AG ebenfalls. Das Kostenziel war annährend erreicht. Nun galt es das Stadtparlament davon zu überzeugen, dass eine Sanierung wirklich notwendig ist, aber auch dass eine eigenständige Betriebsform in der Form einer AG mit Beitragsbeteiligung der Gemeinde Sinn macht und das Projekt positiv beeinflussen würde. Im sehr bürgerlich denkende Wohlen hatte das Projekt mit einem Kostenstand von über CHF 20 Mio. einen schweren Stand. Der Businessplan wurde erarbeitet und verfeinert und konnte überzeugen, dass die Gemeinde nicht grössere Risiken einging wie bisher, aber mehr Chancen nutzen konnte.

Und was niemand in Wohlen zuvor gedacht hatte, entstand eine leise, aber deutliche Begeisterung innerhalb der Gemeinde. Verwaltungsratspräsident (VRP) Patrick Amstutz erläutert: «Schlussendlich matchentscheidend war die Volksabstimmung Ende September 2016. Die Schwimmbad-Vorlage wurde von der Stimmbevölkerung mit 79,1% angenommen, die Eishallen-Vorlage mit 75,5%. Das sind für Wohler Verhältnisse überragende und rekordverdächtige Zustimmungswerte. Ich glaube, dass wir zusammen mit BPM den nahezu perfekten Abstimmungskampf geführt haben. Wir haben es geschafft, die wichtigsten Stakeholder frühzeitig abzuholen, damit diese für das Projekt positive Propaganda machen.

Erste Eindrücke nach einem halben Betriebsjahr

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Start. Wir konnten das Schwimmbad wegen Bauverzögerungen zwar erst am 7.7.18 um 07:07 Uhr in Betrieb nehmen. Aber das in neuem Glanz erstrahlte Freibad sowie die brandneuen Beachsport- und Minigolfanlagen lockten in der ersten «halben» Saison sehr viele Besucher an, nicht zuletzt auch wegen des schönen und heissen Sommers 2018. Und zurm andern Anlagenteil, der Eishalle mein Patrick Amstutz: «Unsere beiden Eishockeyclubs und der Eislaufclub sind sehr gut in ihrer neuen Heimat angekommen. Und die Besucherzahlen des öffentlichen Eislaufs sind deutlich über unseren Erwartungen. Dank der Überdachung haben wir nun auch an regnerischen Tagen «volle Hütte».

Gesunde Mitarbeitende - gesundes Unternehmen

Wie sieht BGM im Betrieb aus?

Bei der Swisscom heisst es Swisscom Move!, die Post nennt es Postactivity. Vielseitig sehen die Programme zur Förderung von sportlichen und kulturellen Aktivitäten innerhalb der Unternehmen aus. «Teile deine Begeisterung, dein Hobby, deine Freude, wir unterstützt deine Idee», so klingen in etwa die Mottos, welche zum Ziel haben, den sportlichen und kulturellen Austausch der Mitarbeitenden innerhalb der Freizeit zu fördern. Verfügst du über ein Hobby, das du gerne mit deinen Arbeitskolleginnen und -kollegen teilen würdest? Als Mitarbeitender stehen die Türen und Möglichkeiten offen sich mit anderen ausserhalb der Arbeitswelt zu verbinden. Sei dies als Anbieter einer Aktivität oder als Teilnehmer. Alle Mitarbeitenden profitieren von diesen Angeboten, egal ob es sich dabei um das Kennenlernen von neuen Aktivitäten, den Austausch oder das Networking handelt. Ein starker Boom lässt sich bei gesundheitsrelevanten Aktivitäten feststellen, d.h. Entspannung, Yoga, Hypnose, aber auch auf Ebene Prävention bei sogenannten Präventionstagen. Die Vielfalt an Aktivitäten ist breit. Jedoch führen Aktivitäten, welche absolute Wagnisse (gemäss Definition der SUVA) beinhalten, zu einer Ablehnung der Aktivitätsidee.

Die Unterstützung zahlt sich mehrfach aus

Die Organisation und Durchführung der Aktivitäten findet in der Freizeit statt. Fallen Kosten an, so werden diese auf alle Teilnehmenden einer Aktivität verteilt. Die Beiträge der Teilnehmenden sollen aber nicht gewinnbringend, sondern nur kostendeckend sein. Das Administrationsteam unterstützt aktiv diverse Aktivitäten und hilft bei der Suche, Organisation und Finanzierung von Infrastruktur und unpersönlichem Material mit. Aus Sicht der Organisationen zahlt sich ein solches BGM-Programm gleich mehrfach aus. So fördert es die Eigeninitiative der Mitarbeitenden, führt erwiesenermassen zu gesünderen und zufriedeneren Mitarbeitenden, welches sich wiederum positiv auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz übertragen lässt. Eine abnehmende Mitarbeiterfluktuation, wie auch das positive Image als initiatives Unternehmen aus Sicht von BewerberInnen sind weitere Randerscheinungen, die ein proaktives BGM mit sich bringt. Sämtliche Betreuende einer kulturellen oder sportlichen Aktivität profitieren von einem breiten Netzwerk an Gleichgesinnten wie auch von einem jährlich durchgeführten Aus- und Weiterbildungsanlass.

BPM Sports als administrativer Unterstützer

Als Teil der Administration unterstützt BPM Sports bei der Umsetzung der eingereichten Aktivitätsentwürfe. Das dreiköpfige Team kümmert sich um alle Sprachregionen und ist somit direkter Ansprechpartner bei der Umsetzung einer Aktivität. Das Engagement von BPM Sports beinhaltet nebst der Aktivitätsbetreuung, d.h. von der initialen Idee bis zur Umsetzung, die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten, die Planung und Umsetzung des jährlichen Aus- und Weiterbildungsanlasses und auch die Förderung des Bekanntheitsgrades innerhalb der Organisation. 

Regionale Eishalle Engadin

Region Maloja

Zur Region Maloja gehören die Gemeinden: Bever, Bergell, Celerina, La Punt, Madulain, Pontresina, S-chanf, Samedan, Sils/Segl, Silvaplana, St. Moritz und Zuoz. Die IG Pro Eishalle Engadin, die Eishallenkommission und die Verantwortlichen der Gemeinden schlugen insgesamt 13 Standorte zur Überprüfung einer regionalen Eissporthalle aus den Gemeinden St. Moritz, Samedan, Bergell, Celerina, S-Chanf und Zuoz vor. 

Standortüberprüfung

Damit die Standorte auf ihre Eignung für eine regionale Eissporthalle überprüft werden können, erarbeitete BPM Sports in einem ersten Schritt ein Raumprogramm einer einfachen Eishalle, einer Eishalle Plus und als Option eines einer Curlinghalle mit 4 Rinks und ermittelte dessen Flächenbedarf. Zusätzlich wurde der Flächenbedarf eines Ausseneisfeldes und eines Parkplatzes ermittelt. Zusammengefasst entstanden daraus die beiden Varianten Eishalle Basic und Eishalle Plus mit den Optionen Curlinghalle und Ausseneisfeld. Die Variante Basic geht von einer einfachen Eishalle mit vier Garderoben aus. Mit dieser Variante können die lokalen Trainingsbedürfnisse abgedeckt werden, eine Kombination mit einem Ausseneisfeld ist aus betrieblicher Sicht jedoch nicht machbar. Mit der Variante Plus hingegen kann eine optimale Auslastung der Eishalle erreicht werden und die Ergänzung mit einem Ausseneisfeld ist aus betrieblicher Sicht machbar, so dass Turniere und Trainingslager ohne weiteres durchgeführt werden können.

Der grobe Flächenbedarf einer Eissporthalle liegt je nach Variante zwischen 3'000m2- 5'000m2, für das Ausseneisfeld sind 2’000m2 notwendig und die Curlinghalle weist einen Raumbedarf von 1’200m2 auf.

Abstimmung

Die Abstimmung am 10. Februar 2019 wird Auskunft darüber geben, ob das Eissportzentrum als Aufgabe der Region Maloja gesehen werden soll oder nicht. Die hohe Zahl an Unterschriften verdeutlicht indess das hohe Interesse und die Wichtigkeit eines regionalen Eissportzentrums im Engadin. Die neue Halle soll für die Region und den Tourismus aber auch für die lokalen Vereine einen klaren Mehrwert schaffen. Die Infrastruktur wird dringend benötigt und soll zu einer gesunden Wertschöpfung in der Region Engadin beitragen.

10. November 2018

 

 

Was hat BPM Sports mit Alkoholtestkäufen am Hut?

Alkoholtestkäufe werden durch Jugendliche aus Sportvereinen durchgeführt, so trägt BPM Sports zur Jugend- und Sportförderung bei.

Die Ausgangslage

Die eidgenössische Zollverwaltung (EZV) ist seit 2018 für die praktische Umsetzung der Alkoholgesetzgebung zuständig. Sämtliche Spirituosen sowie hochgradiger Alkohol (Ethanol) fallen namentlich unter diese Gesetzgebung. Mit ihren Partnern sorgt sie für die Einhaltung der für Spirituosen geltenden Handelsbestimmungen. Im Auftrag der EZV führt BPM Sports Alkoholtestkäufe durch, welche im Wesentlichen kontrollieren, ob das für den Kauf von alkoholischen Getränken gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter eingehalten wird. Das Ziel ist die bessere Bekanntmachung der gesetzlichen Bestimmungen (Sensibilisierung) und die Messung deren Einhaltung durch die verschiedenen Verkaufsstellen (Monitoring).

Wieso BPM Sports?

BPM Sports ist mit etwa 1400 Alkoholtestkäufen pro Jahr für ungefähr 20% aller Testkäufe in der Schweiz zuständig. Die Testkäufe haben drei Schwerpunkte: Städte, Stadtfeste und Open Airs/Festivals. Für die Durchführung der Testkäufe rekrutiert BPM Sports Sportvereine aus den zu testenden Regionen. Für Sportvereine sind diese Testkäufe in vielerlei Hinsicht äusserst attraktiv:

Die Vereine erhalten eine finanzielle Entschädigung für die Durchführung der Testkäufe in ihre Vereins- oder Juniorenkasse ausbezahlt. Die finanzielle Entschädigung dient somit indirekt der Sportförderung.

Die Themen Alkohol, Jugendschutz und Prävention werden im Verein angeregt und können exemplarisch diskutiert werden.

Der Ablauf 

Die zwei 17-jährigen Testpersonen treffen sich mit ihrer Begleitperson am vereinbarten Treffpunkt, so steht es in der WhatsApp Nachricht, die die beiden am Tag zuvor erhalten haben. Die Begleitperson erhielt bereits im Vorfeld alle Informationen und Instruktionen direkt von BPM Sports. Die nötigen Protokolle hat sie ausgedruckt und bereitgelegt. Kurz noch ein Foto der beiden Jugendlichen knipsen, welches BPM Sports zu Dokumentationszwecken benötigt und schon kann es losgehen. Die Begleitperson erklärt den beiden die nächsten Schritte: sie sollen insgesamt 20 Testkäufe durchführen, wenn möglich in verschiedenen Verkaufsstellen und betont dabei nochmals, dass sie den erworbenen Alkohol nicht konsumieren dürfen. Sie sollen auch nicht Bier oder Wein bestellen, denn bei den Testkäufen geht es um Spirituosen, welche überall erst ab 18 Jahren erhältlich sind. Im Protokoll dokumentiert die Begleitperson sämtliche Testkaufversuche einzeln, plus die wichtigsten Zusatzangaben zur Auswertung der Testkäufe wie zum Beispiel: Wurde der Alkohol an die Minderjährigen verkauft (ja/nein), wurde nach einem amtlichen Ausweis gefragt (ja/nein), waren die Jugendschutzhinweise vorhanden (ja/nein) und waren diese Hinweise ausreichend sichtbar (ja/nein)? Die beiden Jugendlichen wissen, dass sie immer wahrheitsgetreu Antwort geben müssen, wenn sie nach ihrem Ausweis oder Alter gefragt werden.

Auswertung & Trends

Die ausgefüllten Protokolle werden von BPM Sports anonymisiert und die Resultate der eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zugestellt. Im Namen der Zollverwaltung erhalten die Städte, Stadtfeste oder Open Airs/Festivals einen individuellen Feedbackbrief mit den detaillierten Testkaufresultaten. Es werden keine Sanktionen ausgesprochen, vielmehr wird eine nachhaltige Vorgehensweise gewählt, die die Möglichkeit für eine interne Teamschulung vor Ort oder eine Beratung bei der Planung und Umsetzung der Jugendschutzbestimmungen im Sinne eines pädagogischen Ansatzes verfolgt.

Erkennbar ist ein klarer Rückwärtstrend der Verkaufszahlen von Alkohol an Minderjährige, seit Testkäufe durchgeführt werden.

Laut aktuellen Zahlen liegt bei Open Airs/Festivals und Stadtfesten die Verkaufsquote von Alkohol an nicht bezugsberechtigte Jugendliche bei rund 70%, wohingegen die Quote in Städten (Bars, Tankstellen etc.) etwa 25% beträgt. Hier ist klar ersichtlich, dass die Schulung des Personals eine entscheidende Rolle spielt und nachweislich zu einer Verminderung der Verkaufszahlen führt. 

10. Oktober 2018

Solidaritätsprinzip in der Finanzierung von Hallenbädern

Regionale Nutzung, regionale Finanzierung

Der Kostendruck auf öffentliche Hallenbäder ist enorm. Ohne beträchtliche Zuschüsse der Gemeinden könnten vielerorts nicht einmal die Betriebskosten gedeckt werden. Deshalb prüft die REGIO Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee die Finanzierung der öffentlichen Hallenbäder über ein Verbundmodell. Die Hallenbäder werden regional genutzt und sollen somit auch regional finanziert werden. Im Auftrag der REGIO hat sich BPM Sports einer Hallenbadstudie angenommen und entwickelt und prüft dazu verschiedene Lösungsvarianten zur Umsetzung.

Anhand von 4 Fakten:

1.      Hallenbäder leben von Gemeinde-Zuschüssen
Immer wieder liest und hört man in den Medien von Hallenbadschliessungen. Ein wesentlicher Grund dafür ist der erhöhte Kostendruck, welchem Hallenbäder ausgesetzt sind. Aufgrund der hohen Investitionskosten für den Bau eines Hallenbades fallen in der Folge hohe Betriebskosten an. Nebst den Energie- und Wasserkosten stellen Unterhalt und Personal die wesentlichen Betriebskostentreiber. Hinzu kommt, dass die öffentlichen Hallenbäder im Sinne des Service public für alle zugänglich sein sollen und daher die Eintrittspreise tief gehalten werden. Würden die hohen Kosten auf die Eintrittspreise und somit auf die Kunden abgewälzt werden, würde dies die Kunden abschrecken und fernhalten. Für Gemeinden mit einem Hallenbad stellt sich deshalb die Frage nach alternativen Finanzierungsmodellen.

2.     Problematik: Regionale Nutzung aber lokale Finanzierung
Die REGIO Appenzell AR – St.Gallen – Bodensee ist ein Verbund von 47 politischen Gemeinden aus den drei Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau. Die interkommunale Zusammenarbeit ist eines der Hauptziele dieses Verbundes. In dieser REGIO besteht in mehreren Hallenbädern Sanierungsbedarf. Zusammen mit den jährlichen Betriebskosten entstehen enorm hohe Auslagen, welche die jeweiligen Standort-Gemeinden nicht mehr bereit sind, alleine zu stemmen. Sie erhoffen sich eine Beteiligung der REGIO-Gemeinden an den Betriebskosten. Die Hallenbäder werden regional genutzt, aber nur die jeweiligen Standort-Gemeinden kommen für die Kosten auf. 2014 musste die Gemeinde Degersheim ihr Hallenbad aus Spargründen bereits schliessen. Ob sich die weiteren Gemeinden ihre Hallenbäder ohne Verbundlösung noch leisten können, ist unsicher.

3.      Zukunftsmodell verspricht finanzielle Entlastung für die Standort-Gemeinden
Die REGIO Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee entwickelte mit Unterstützung von BPM Sports ein Verbundmodell. Nach einer breiten Vernehmlassung scheint die Zustimmung einer Mehrheit der Regio-Gemeinden möglich zu sein. Dabei wird ein Hallenbadverbund gegründet, dem sich jede Gemeinde anschliessen kann. Alle Gemeinden in diesem Verbund unterstützen gemeinsam alle Hallenbäder der Standort-Gemeinden. Somit werden die Standort-Gemeinden in ihren Kosten entlastet. BPM Sports hat auf Basis des Verbundmodelles das Finanzierungsmodell «Regionale Betriebsbeiträge» entwickelt: Die Investitionskosten liegen weiterhin zu 100% bei den Standortgemeinden. Die Standortgemeinden kommen für 50% ihrer Betriebskosten auf, für die restlichen 50% sollen die Verbund-Gemeinden einen jährlichen pro-Kopf Beitrag in einen gemeinsamen Fonds zahlen. Für die Standort-Gemeinden besteht der Anreiz, ihr Hallenbad möglichst effizient zu führen, denn die Kennzahl «Eintritte pro m2 Wasserfläche» wird im Verteilschlüssel verwendet. Die prozentualen Abweichungen zum Mittelwert aller 6 REGIO-Hallenbäder-Kennzahlen ergeben die den Standort-Gemeinden zustehenden Beträge. Bürger der Verbundgemeinden zahlen den regulären Eintrittspreis in alle 6 Hallenbäder des Hallenbadverbundes, wohingegen die Nicht-Verbund-Gemeinden einen 30-50% Zuschlag auf alle Ticketkategorien der Hallenbäder im Verbund zahlen müssen, Beiträge für Schul- und Vereinsschwimmen miteingeschlossen.

4.      Eine digitaltechnische Umsetzungsvariante
Die beteiligten Hallenbäder erweisen sich als sehr unterschiedlich bezüglich Angeboten und Berechnungsgrundlagen, was deutliche Preisdifferenzen zur Folge hat. Die individuelle Autonomie der Preisgestaltung bleibt daher den Standort-Gemeinden erhalten. Es handelt sich lediglich um einen Kostenverbund, der die Standort-Gemeinden zur Hälfte der Betriebskosten entlasten soll. Die Finanzierung der technischen Umsetzung liegt bei den Standort-Gemeinden. Um zwischen Bürgern der Verbund-Gemeinden und Nicht-Verbund-Gemeinden zu unterscheiden, hat BPM Sports durch Informatikunternehmen digitaltechnische Systeme für eine Wohnsitzprüfung testen lassen. Der Ablauf gestaltet sich folgendermassen: Das Kassenpersonal scannt einen gültigen Ausweis des Kunden. Anschliessend macht der Business Service einen Datenabgleich mit dem kantonalen Einwohnerregister und liefert auf dem Bildschirm entweder ein «JA» oder ein «Nein». Somit ist ersichtlich, ob der Wohnsitz des Kunden zu einer Verbund-Gemeinde gehört oder nicht. Falls ja, ist der «normale Betrag» zu zahlen. Falls nein, muss der Kunde den um 30-50% höheren Eintrittspreis zahlen, da seine Gemeinde nicht dem Verbund angehört. Die technische Umsetzung könnte auch als vollautomatische Variante erfolgen, um Kassenpersonal einzusparen. Die Kosten für die technische Umsetzung spielen keine tragende Rolle, viel wichtiger ist die Anzahl der Gemeinden, welche sich dem Verbund anschliessen.

10. September 2018 

"Hier ist leider kein Platz mehr"

Fussball Garderobenkonzept BPM Sports

Warum steigen die Anforderungen an die Garderobeninfrastruktur im Fussball?

Steigendes Fussballinteresse des weiblichen Geschlechts:
Im Gegensatz zu früher spielen heutzutage auch Mädchen und Frauen Fussball. Der Mädchen -und Frauenanteil liegt heute im Schweizer Fussball bei rund 10%. Im Nachwuchsbereich gibt es vermehrt geschlechtergemischte Teams. Da sich Mädchen und Jungs, sowie auch Männer und Frauen in getrennten Garderoben umziehen müssen, bedingt dies mehr Garderoben. Auf dem Fussballplatz sind immer mehr auch Schiedsrichterinnen und Trainerinnen anzutreffen, was zusätzliche Anforderungen an die Anzahl der Schiri- und Trainergarderoben stellt.

Präventionsmassnahmen im Fussball:
Garderoben und Duschräume von Jugendlichen unter 16 Jahren sollen getrennt von denjenigen der Erwachsenen sein, um das Risiko potenzieller sexueller Übergriffe zu minimieren. Die Präventionsrichtlinien von Swiss Olympic und des Bundesamtes für Sport (BASPO) schreiben separate Garderoben für Kinder- und Jugendteams und deren Trainer oder Trainerinnen vor. Gemäss den Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) dürfen sich SchiedsrichterInnen nicht in der gleichen Garderobe umziehen wie die Teams. Mit diesen Anforderungen steigt der Bedarf an Garderobeneinheiten nochmals weiter an.

Unterschiedliche Ligaanforderungen:
In der dritten Liga darf ein Schiedsrichter / eine Schiedsrichterin alleine eine Partie pfeifen. Ab der zweiten Liga gehören gemäss Reglement des SFV zusätzlich zum Schiedsrichter / zur Schiedsrichterin noch zwei AssistenzschiedsrichterInnen dazu. Dies erfordert grössere Garderoben. In der ersten Liga sollte die Garderobengrösse gemäss SFV mindestens 30 m2 betragen, was deutlich mehr Platz in Anspruch nimmt als bei den tieferen Ligen. Was passiert, wenn ein Team den Aufstieg von der zweiten in die erste Liga schafft?

Beschaffenheit des Fussballplatzes:
Immer mehr Vereine wechseln von Natur- auf Kunstrasenfelder. Der Vorteil liegt in der wetterunabhängigen Nutzung des Kunstrasens, auch wenn dieser nicht weniger aufwändig im Unterhalt ist. Ein Kunstrasenfeld braucht keine Erholungsphasen und kann deshalb permanent belegt werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, mehr Teams in kürzeren Zeitintervallen auf den Rasen zu lassen und auch über die Winterzeit stets mehr Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Die Realisation dieser für die Teams und Sportanlagen attraktiven Überlegung ist nur möglich, wenn genügend Garderoben zur Verfügung stehen.

Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich an?

Die Empfehlung des SFV an Anzahl Garderoben pro Spielfeld beträgt vier. Pro weiteres Spielfeld schlägt der SFV zwei zusätzliche Garderoben vor. Im besten Fall weisen alle Garderoben einen eigenen Duschraum auf, das erhöht die Flexibilität bei Vollauslastung. Eine genügend hohe Duschkapazität, acht bis zehn Duschköpfe pro Garderobe, sichert den raschen Durchlauf. Da sich die Empfehlungen des SFV auf die Naturrasenplätze beziehen, sollten im Hinblick auf den «Kunstrasenumsteigetrend» mehr Garderoben zur Verfügung stehen. Als effiziente Lösung bewähren sich die sogenannten Teamkasten. Dabei nutzt jedes Team die Garderoben nur als Umkleide und gibt sie anschliessend wieder frei. Die Kleider und das Material verstauen die Teams in ihrem Teamkasten. Eine empfehlenswerte Möglichkeit ist ein Teamkasten auf Rollen, den man ohne Probleme herumschieben kann. Er befindet sich während dem Training ausserhalb der Garderoben, selbstverständlich abgeschlossen und sicher verstaut im Teamkastendepot.

BPM Sports berät Sie rund um das Thema Fussballinfrastruktur und unterstützt Sie bei der Planung und Konzeption von effizienten und nutzergerechten Fussballgarderoben. Wir führen eine Situations- und Bedarfsanalyse ihrer Fussballgarderoben durch und entwickeln daraus optimale, auf Ihre Anlage zugeschnittene Garderobenlösungen, die eine effiziente Auslastung der vorhandenen Spielfelder zulassen.

10. August 2018