3 Fragen an:
Alex Wilson

Bildquelle: Ulf Schiller

Alex Wilson ist der Schweizer Rekordhalter über die 100m und 200m. An den diesjährigen Europameisterschaften in Berlin gewann er über die 200m die Bronzemedaille und verbesserte seinen eigenen Schweizerrekord auf 20.04s.

Alex, gratuliere nochmals zu deiner Bronzemedaille. Jetzt sind bereits einige Wochen vergangen und du konntest den Erfolg ein bisschen auf dich wirken lassen. Wie schaust du darauf zurück?

Alex: Es war eine mega coole Erfahrung in Berlin. Eine Medaille zu holen ist schon eine riesen Sache, und das noch in einer Sprintdisziplin, das ist wirklich unglaublich toll. Und auch das ich den Schweizerrekord erneut brechen konnte, das war für mich genial und der ideale Weg für die Zukunft. Das Beste war, dass ich meine Leistung am Tag X perfekt abrufen konnte.

Wirst du die 2 magischen Grenzen unterbieten können, wenn du weisst, was ich meine? (unter 10 Sekunden über 100m und unter 20 Sekunden über 200m)

Alex: Ich versuche sicher die 20er-Marke und die 10er-Marke zu knacken, das ist klar. Ich habe in dieser Saison bis zum Schluss alles daran gesetzt um diese magische Grenze zu unterbieten. Leider hat es auch im letzten Rennen am Diamond League Meeting Weltklasse Zürich nicht gereicht, somit werde ich nächste Saison angreifen.

Die European Championships haben dieses Jahr zum ersten Mal als Multisportevent stattgefunden. Wie hast du dieses Format als Athlet selber wahrgenommen?

Alex: Die European Championships sind eine mega coole Sache und haben mir gefallen. Für mich ist die einzige Sache, welche ich ändern würde, dass es an 2 verschiedenen Orten stattgefunden hat. Ich finde, es sollte nur an einem Ort durchgeführt werden, damit das Mini-Olympia-Feeling aufkommen kann.

Quiz: Wer weiss mehr über Frauenfussball – Mann oder Frau?

Der Stellenwert des Frauenfussballs wird langsam besser, doch noch immer besteht ein enormer Unterschied zum Männerfussball: In der Vermarktung und den finanziellen Aspekten ist der Frauenfussball dem Männerfussball deutlich unterlegen. Seit das Schweizer Frauenteam 2015 erstmals an der WM in Kanada teilnehmen konnte, wurden die Spiele prominenter im Fernseher übertragen und der Bekanntheitsgrad ist dadurch angestiegen. Im Männerfussball mit Ronaldo und Co. kennt sich fast jeder aus, oder meint zumindest mitdiskutieren zu können. Doch wie sieht es im Frauenfussball aus? Kennen sich dort die Frauen besser aus als die Männer?

BPM Sports ging der Sache auf den Grund und organisierte ein Frau-gegen-Mann-Quiz. Die Frauenvertretung stellt Sara Schüpbach vom FC Bethlehem. Bei den Männern versucht sich Loris Lüthi vom FC Breitenrain.


Frage 1:

Welches Team ist Rekordsieger der Frauen Fussball-Weltmeisterschaft?

Sara: Ich vermute Deutschland.

Loris: Ich sage die USA.

Die richtige Antwort ist: USA mit 3 Titeln. Der erste Punkt geht an die Männer.

Frage 2:

Wer wurde 2017 zur Weltfussballerin gewählt?

Loris: Ich kenne nicht sehr viele Spielerinnen, aber ich sage es ist Alex Morgan.

Sara: Darf ich die gleiche nehmen? Ja? Also auch Alex Morgan.

Die richtige Antwort ist: Lieke Martens, die Niederländerin. Hier kann ich leider keine Punkte verteilen.

Frage 3:

Aus welchem Land kommt die sechsfache Weltfussballerin?

Sara: Brasilien!

Loris: Brasilien! Sie heisst Marta. Die ist richtig stark.

Die richtige Antwort ist: Genau, Brasilien. Somit gibt es für beide einen Punkt. Die Männer führen noch.

Frage 4:

Wo findet die Frauen Fussball WM 2019 statt?

Loris: Ich habe keine Ahnung, aber sage Schweden.

Sara: Ich weiss nur, die letzte WM war in Kanada. Ich tippe auf Frankreich.

Die richtige Antwort ist: Frankreich, somit steht es Unentschieden.

Frage 5:

Wie heisst die zweithöchste Liga in der Schweiz im Frauenfussball?

Sara: Nationalliga B, das muss ich wissen.

Loris: Ah ja, Nati B

Die richtige Antwort ist: Nationalliga B. Für beide einen Punkt zum 3:3. 

Frage 6:

Welches Frauenteam ist Rekordmeister in der Schweiz?

Loris: FC Zürich?

Sara: mhm

Die richtige Antwort ist: Ja stimmt, FC Zürich mit 21 Titeln. Beide kriegen einen Punkt.

Frage 7:

Welche Trainerin brachte die Frauen A-Nationalmannschaft zum ersten Mal an die WM?

Loris: Da muss ich passen, ich weiss wie sie aussieht, aber den Namen kann ich nicht bieten.

Sara: Ich weiss es, Voss

Die richtige Antwort ist: Martina Voss-Tecklenburg. Die Frauen gehen mit 5:4 in Führung.

Frage 8:

In welchem Stadion trainieren die YB-Frauen?

Sara: Das weiss ich schon wieder: Ich sage Stadion Neufeld

Loris: Ist das eine Fangfrage? Ich sage trotzdem Stade de Suisse.

Die richtige Antwort ist: Neufeld ist richtig. Im Stade de Suisse trainieren nur die Männer.

Frage 9:

Wie heisst die Spielerin auf dem folgenden Bild? 

Sara: Haha die kennen wir beide. Es war klar, dass du genau sie zeigen wirst.

Loris: Ja Morgan, die sieht super aus.

Die richtige Antwort ist: Alex Morgan aus den USA. Den letzten Punkt haben sich beide verdient.

 

Somit gewinnt Sara in Vertretung für die Frauen mit einem 7:5, herzlichen Glückwunsch.

9. Oktober 2018

Chipimplantat als Zukunftsvision – ein Selbstversuch

Über die Digitalisierung muss man nicht mehr diskutieren, sondern in sie eintauchen, anwenden, umsetzen. Am erstmalig in diesem Jahr durchgeführt Forum von Top Sports in Magglingen liess ich mir einen Chip in die Hand implantieren. Ein Selbstversuch mit bisher erstaunlich wenig Folgen ….

Dr. Patrick Kramer implantiert den RFID Chip bei Rainer Gilg als Selbstversuch

Die Zukunft ist eigentlich schon da

Es bot sich spontan am diesjährigen Forum von Swiss Top Sports, ein Zusammenschluss der wichtigsten Sportevents der Schweiz, in Magglingen, einen Chip als Implantat einsetzen zu lassen. Von den rund knapp 100 Teilnehmenden meldeten sich schlussendlich drei Personen, darunter ich, zu diesem Selbstversuch.

Unter dem Eindruck der nahen Zukunft mit 3D-Drucker, Hilfsroboter im Haushalt, virtueller Realität für Freizeit und Arbeit war auch das Thema einer sicheren und einfachen Handhabung für Zutritte und Zugriffe im Raum.

Was bei Hunden, Katzen und anderen Tieren bereits seit Jahren Standard ist, ruft beim Menschen immer noch grosses Erstaunen und Abwehrreaktionen hervor. Nachdem das Implantat gesetzt war (siehe Video), ging ich auf die Suche nach Anwendungen und suchte natürlich im persönlichen Umfeld auch die Diskussion.

Gesucht: Anwendungsbereiche

Kippte meine Coiffeuse fast in Ohnmacht, erntete ich bei vielen meiner Freunde und Arbeitskollegen Kopfschütteln oder unglaubliches Staunen. Schnell war vom "CyborGilg" die Rede und ich schien nicht mehr weit von Arnold Schwarzeneggers Terminator. Zugegeben, so eine rote Linse mit Scanfunktionen und einem Stahlarm, warum nicht an Stelle einer filigranen Brille und schlaffen Muskeln.

Auch im Fitnesscenter erhielt ich nur ein Kopfschütteln auf meine Bitte, den Badge für den Eintritt auf meine Hand zu speichern. Also verstand ich bald, dass es an Anwendungsbereichen fehlt, da meine Türen zu Hause und im Office allesamt sehr altmodisch mit einem mechanischen Schlüssel zu öffnen sind, fällt auch dieser Bereich weg.

Es bleibt aktuell also dabei, meine Koordinaten und Daten für den Notfall auf dem Chip abzuspeichern. Und weil Informatik in der Realität immer komplizierter ist als es einem versprochen wird, geht auch das nur mit einem guten Schuss an Geduld und Beharrlichkeit. Und die Chance, dass mein gegenüber sofort sein Handy zückt und meine Daten lesen kann, wird vermutlich auch auf sich warten lassen.

10. September 2018